Auszug aus einer ABZ-Veröffentlichung
Das wirtschaftliche Abschalen von Bodenplatten wird sehr oft von vielen Faktoren beeinflusst. Die Höhe der Bodenplattenrandschalung aber auch die Bodenverhältnisse spielen hierbei eine wichtige Rolle. Für ein Bauprojekt in Dorsten suchte die Baufirma Friedrich Duensing eine Alternative zu der konventionellen Bodenplattenabschalung. Für mehrere Bodenplatten - rund 390 qm 1,10 m hoch - sollte eine möglichst schnelle, leichte und wirtschaftliche Lösung gefunden werden.
Da bei einer Bodenplattenhöhe von 1,10 m wiederverwendbare Schalelemente zur Aufnahme des Betondruckes von außen abgestützt werden müssten und dies auf Grund der Bodengegebenheiten nur schwer möglich war, hätte der Einsatz dieser Elemente ein Anfüllen mit Erdreich von außen zur Aufnahme des Betondruckes erforderlich gemacht. Nach dem Einbringen und Abbinden des Betons müsste nun das Erdreich wieder entfernt werden, damit die Schalung ausgebaut und gereinigt werden kann. Anschließend müsste das Erdreich nochmals eingebaut werden.
Auf Grund eines Vorschlages der Fa. Teichmann Bautechnik kamen für das Projekt 2,53 m lange
L-förmige Randabschalungselemente Typ FS 2040 der Fa. MSL Mathieu Schalungssysteme und Lufttechnische Komponenten GmbH zum Einsatz. Die Bodenplattenrand- bzw. einseitige Fundamentschalung Typ FS 2040 besteht aus dünnwandigem Stahlblech, das jedoch durch die MSL-Trapezprofilierung deutlich verstärkt wird. Im oberen Bereich der Schalung ist das Element ca. 2 cm nach innen und nochmals 1 cm nach unten gekantet. Hierdurch wird die Stabilität erhöht, aber vorrangig eine Sicherheitskante gebildet, die Schnittverletzungen beim Übersteigen der Randschalung ausschließt.
Eine weitere kleine Abkantung befindet sich fußseitig. Durch die breite Aufstellfläche der Elemente von 20 cm bis 70 cm je nach Höhe ergibt sich eine hohe Standsicherheit. Um sicherzustellen, dass die Aufstellfläche nicht wie ein Trennblech zwischen Sohle und Sauberkeitsschicht liegt, besteht die Aufstellfläche aus mindestens zwei Teilen.
Der unterbrochene Bereich der Aufstellfläche gewährleistet nach Firmenangaben einen durchgehenden Betonkern zwischen dem Schalungsdruckausgleich- und dem Randabschalungsblech. Gleichzeitig können in diesem Zwischenraum problemlos Bewehrungseisen verlegt werden. Mit Schalungsdruckausgleichblech bezeichnet MSL das hintere Teilstück der Aufstellfläche. Beim Verfüllen mit Beton drückt das Betongewicht auf das Blech und wirkt als Gegenkraft zum Schalungsdruck.
Bedingt durch das relativ dünne, aber dennoch starke Trapezblech ist das Gewicht der 2,53 m langen Schalungselemente gering und von einem Mann problemlos zu bewältigen. Selbst bei der Elementhöhe von 1,10 m war kein Kraneinsatz erforderlich. Die Standardelementlänge der MSL-Schalung beträgt 2,53 m. 3 cm sind als Überlappung im Stoßbereich vorgesehen und werden laut Hersteller nicht berechnet. Zum Befestigen der Elemente im Überlappungsbereich sind selbstschneidende Schrauben und ein Schraubenbit im Lieferumfang enthalten. Selbst runde Formen sind mit dem System schalbar. In diesem Fall muss jedoch die Aufstellfläche bauseits eingeflext werden.
Beim Einsatz als einseitige Fundamentschalung kann die Schalung auch mit der Aufstellfläche nach außen montiert werden. In diesem Fall wird die Schalung durch Anfüllen mit Erdreich auf der Aufstellfläche abgestützt.
Bei dem Bauvorhaben in Dorsten wurden die MSL-Elemente bei der ersten Bodenplatte wie vom Hersteller angegeben auf der Sauberkeitsschicht montiert. Die von MSL angegebene Montagezeit von 6 min./qm wurden problemlos realisiert.
Bei der zweiten Bodenplatte wurde die Sauberkeitsschicht auf die Aufstellfläche der vorher aufgestellten MSL-Elemente aufgebracht. Nach Aussage von Polier Herrn Thomas und dem Bauleiter Herrn Dipl.-Ing. Röhl lag bei dieser Montagevariante die Montagezeit bei gerade mal 3 min. pro qm.
Da die MSL-Schalung auch Druck von außen aufnehmen kann, konnte die Randschalung bereits vor dem Betonieren mit Erdreich angefüllt werden was sich ebenfalls sehr positiv auf den Baufortschritt auswirkte. |